Birne · Pyrus communis Archiv 5jsh68gjw0 ↗ Verlauf
Die Neukirchener Butterbirne ist eine robuste, anspruchslose Sorte aus dem Bergischen Land. Ihr starker Wuchs erlaubt auch die Pflanzung im Grasland und als Straßenbaum. Die Ernte fällt Anfang September, von da an bis Mitte September ist die Birne auch genussreif. Die schmale, aufrechte Krone prägt das Erscheinungsbild. Vorbehalte gegenüber Obstbaumkrebs sind nicht vollständig ausgeräumt: die Sorte zeigt nur geringe Anfälligkeit, aber nicht völlige Unempfindlichkeit.
Tafelobst Wirtschaftsobst Streuobst
#BergischeLokalsorte#gesund#starkwüchsig
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| Baum | treedoc-ID | Bongert | Position | Pflanzjahr | Karte |
|---|---|---|---|---|---|
| h8nUU4A | Sortenerhaltungskultur Bergheimer Dreieck | D10 | 2023 | Karte | |
| 251 | a4gp8 | Karte | |||
| 252 | tk6ew | Karte |
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Die Neukirchener Butterbirne wächst stark und bildet eine hochstrebende Krone mit dominierender Mittelachse und abkippenden Seitenästen aus, so dass ein schlankes, spindelartiges Wuchsbild entsteht, ähnlich dem der Köstlichen von Charneux. Wegen dieser Wuchsform kommt die Sorte nach Hans-Joachim Bannier auch gut für Straßen- und Wegepflanzungen in Betracht; sie kommt noch mit einer Pflanzung im Grasland zurecht und stellt geringe Ansprüche an den Boden. Die Biologischen Stationen im Rheinland führen sie als typische Streuobstsorte mit geringer Anfälligkeit gegen Schorf und Krebs; Bannier nennt sie eine robuste Streuobstsorte mit guten Erträgen. Zur Blütezeit liegen nach dem LVR-Steckbrief bislang zu wenige Erfahrungen vor, und nach Bannier existieren mit der Sorte bislang auch keine Anbauerfahrungen außerhalb des Bergischen Landes.
Die Ernte erfolgt Anfang September, die Früchte bleiben nur etwa zwei bis drei Wochen lagerfähig. Das grünlich-gelblich-weiße Fruchtfleisch hat einen mittleren Saftgehalt und schmeckt mild süß, leicht aromatisch. Die Früchte können als Tafel- und Wirtschaftsbirne verwendet werden; als Tafelbirne gilt die Sorte nach Bannier noch als akzeptabel.
Die Frucht ist mittelgroß, birnenförmig und kelchbauchig, zum Stiel hin teils regelmäßig verjüngt, teils einseitig eingeschnürt, im Querschnitt etwas kantig; die Grundfarbe ist hellgrün bis weißlichgrün, die orange bis bräunlichrote Deckfarbe nur gehaucht (nicht deckend) und öfter ganz fehlend. Die glatte, trockene Schale ist bei Pflückreife fest und trägt zahlreiche, mittelgroße, relativ auffallende Schalenpunkte; der Kelch ist offen, die Kelcheinsenkung mittelweit bis weit und flach mit unebener, etwas beuliger, teils berosteter Umgebung, eine Stielgrube fehlt, und der mittellange, mitteldicke bis dicke, öfter gebogene Stiel sitzt auf einem einseitig ansetzenden Fleischwulst auf. Das kelchseitige Kernhaus zeigt eine auffallend geöffnete Achse und große Samenfächer; verwechselt werden kann die Sorte mit Köstliche von Charneux und Guter Luise. Die genaue Herkunft und der Entstehungszeitpunkt sind unbekannt; die Sorte dürfte in Neukirchen bei Solingen im Bergischen Land entstanden sein und war dort bereits im 19. Jahrhundert bekannt. Um 1900 wurde sie in großem Stil angebaut und in die umliegenden Städte verkauft; nach Hinrichs („Die Bergische Obstkammer“, 1949) bereicherte sie sogar den Hamburger und den Berliner Markt und füllte die Kessel der Hannover’schen Marmeladefabriken. Bis in die 1950er Jahre wurde sie empfohlen und im Bergischen Land in großem Stil angepflanzt; bei der Umveredelungsaktion zur Sortenbereinigung im Rhein-Wupper-Kreis 1951 bis 1955 entfielen allein 37 % der verwendeten Birnensorten auf sie. Heute ist die Sorte im Streuobst nur noch wenig anzutreffen, in Baumschulen kaum noch erhältlich und wird als stark gefährdete Regionalsorte geführt. Die Beschreibung beruht auf dem Sortensteckbrief von Hans-Joachim Bannier im LVR-Handbuch „Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – vom Aussterben bedroht!“ (LVR-Netzwerk Umwelt mit den Biologischen Stationen im Rheinland, 2010; Fassung auf obstsortenerhalt.de 2015) sowie dem LVR-Sortenflyer der Biologischen Stationen im Rheinland (2013).
Quellen: Neukirchener Butterbirne – Flyer „Regionale Obstsorten im Rheinland“ (LVR-Netzwerk Umwelt / Biologische Stationen im Rheinland, 2013) · Neukirchener Butterbirne · Neukirchener Butterbirne · Neukirchener Butterbirne
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (z-ai/glm-5.3-flash + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-10-05). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Alles in allem ist die Sorte eine robuste Streuobstsorte mit guten Erträgen, deren Früchte auch noch als Tafelbirne akzeptabel sind. Der Baum der Neukirchener Butterbirne wächst stark und kommt daher auch noch bei einer Pflanzung im Grasland zurecht. Kommt aus Solingen.