Apfel · Malus domestica Archiv 7fk1z64zw4 ↗ Verlauf
Wirtschaftsobst Mostobst
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| Baum | treedoc-ID | Bongert | Position | Pflanzjahr | Karte |
|---|---|---|---|---|---|
| VaYm9ls | Sortenerhaltungskultur Bergheimer Dreieck | I06 | 2023 | Karte | |
| 114 | AW2JuCf | Streuobstplantage Spechtsberg | H02 | 2024 | Karte |
| OSM-Knoten | Cultivar-Tag | Art | Koordinaten |
|---|---|---|---|
| 13154902207 | Rheinische Schafsnase | Malus domestica | 49.77814, 9.99816 |
| 13155228393 | Rheinische Schafsnase | Malus domestica | 49.77786, 9.99864 |
OSM-Bäume, die nicht bereits als treedoc-Baum geführt werden.
Die Rheinische Schafsnase wächst mittelstark und baut eine zunächst aufrechte, später breite und etwas sparrige Krone auf. In der Baumschule muss man durch Anbinden für gerade Stämme sorgen, auch die Kronenerziehung erfordert Schnitt, da sich die Krone sonst einseitig und zu licht entwickelt. Das Blattwerk ist fest, kräftig und widerstandsfähig. Die Sorte ist robust gegenüber Schorf und Mehltau, neigt jedoch auf schweren, nasskalten Böden zu Obstbaumkrebs. Auch Staunässe und Bodenkälte werden schlecht vertragen; für einen guten Ertrag sind ausreichend nährstoff- und wasserversorgte, eher wärmebegünstigte Lagen Voraussetzung. Lehmböden gelten als günstiger als Sandböden, wobei die Sorte historisch auch als eine der wenigen beschrieben wurde, die noch auf leichtem Boden gute Erträge bringt. Das Holz ist frostempfindlich, weshalb die Sorte für warme Lagen empfohlen wird; in rauen Höhenlagen sind die Früchte nur als Mostobst brauchbar und der Baum leidet dort verstärkt unter Schorf und Krebs. Der Ertrag setzt früh ein, ist bei guten Bedingungen reich und gilt als regelmäßig; die Sorte ist ein ausgesprochener Massenträger. Die Blüte ist mittelfrüh und gilt als unempfindlich. Die Rheinische Schafsnase eignet sich gut für den extensiven Streuobstbau, als Hoch- und Halbstamm sowie für Obstwiesen.
Die Frucht ist ein reiner Wirtschafts- und Mostapfel mit säuerlichem, weinigem Geschmack und wenig Würze; als Tafelapfel kommt sie kaum infrage. Das Fleisch ist gelblich- bis grünweiß, fest, später markig und mäßig saftig. Die Sorte eignet sich gut zum Kochen, zur Most- und Apfelweinbereitung sowie als Konservenfrucht. Die Pflückreife liegt ab Mitte bis Ende September; die Genuss- und Verwertungsreife erstreckt sich je nach Quelle von Oktober bis Februar, die reine Lagerfähigkeit beträgt etwa zwei Monate. Die Früchte sollen möglichst lange am Baum bleiben, neigen dann aber zum Abfallen.
Die Frucht ist mittelgroß bis groß, breit stumpfkegelförmig, deutlich stielbauchig und zum Kelch hin gleichmäßig konisch verjüngt, im Querschnitt meist mit fünf breiten Kanten. Feine, flache Rippen ziehen über die ganze Frucht. Die glatte, etwas glänzende Schale ist grünlichgelb, später hellgelb, sonnenseits mehr oder weniger punktiert und kräftig dunkelrot gestreift. Der Kelch ist geschlossen, die Kelchblättchen sind groß, lang und nach außen umgeschlagen. Der Stiel ist kurz und holzig, sitzt in einer tiefen, engen, berosteten Grube. Die genaue Herkunft ist unbekannt; die sehr alte Sorte dürfte weit vor 1800 im Rhein-Main-Gebiet entstanden sein und war traditionell am Untermain, im südlichen Hessen, im Mittelrheintal und in Rheinhessen am stärksten verbreitet. In Frankfurt war sie bei einer Kartierung die häufigste Apfelsorte. Die Sorte kommt in mehreren, leicht voneinander abweichenden Spielarten vor, die sich vor allem in Fruchtgröße, Fruchtform und der Ausprägung der Rippen in der Kelchgrube unterscheiden. Wegen einer Verwechslung im Reisermuttergarten Bonn waren viele jüngere Nachpflanzungen fehlerhaft; die echte Rheinische Schafsnase ist mittlerweile dort wieder erhältlich. Nach H.-J. Bannier, R. Dahlem (Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt) sowie den historischen Beschreibungen in „Deutschlands Obstsorten", „Unsere besten Deutschen Obstsorten" und Engelbrechts „Deutschlands Apfelsorten".
Quellen: Rheinische Schafsnase – Obstsortendatenbank BUND-Lemgo · Rheinische Schafsnase – Bergischer Streuobstwiesenverein · Rheinische Schafsnase – Nach der Arbeit (PDF) · Schafnase – Unsere besten Deutschen Obstsorten (PDF) · Rheinische Schafsnase – Engelbrecht: Deutschlands Apfelsorten (PDF) · Rheinische Schafsnase – Schatzinsel Kühkopf
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Regionalsorte im Rhein-Main-Gebiet sowie am Mittelrhein. Reiner Wirtschafts- bzw. Mostapfel mit säuerlicher Frucht, als Tafelapfel kaum infrage kommend. Baum mittelstark wachsend, robust gegenüber Schorf u. Mehltau, auf schweren Böden anfällig für Obstbaumkrebs. Holzfrostempfindlich, daher eher für warme Lagen. Reichtragend.
Es sind nicht sortenechte Bäume in Umlauf. Nicht zu verwechseln mit Bergische Schafsnase.
Anspruchsloser, sehr ertragreicher Wirtschaftsapfel, sehr gut geeignet für Saft und Most, etwas krebsanfällig.