Apfel · Malus domestica Archiv 64dw0t682c ↗ Verlauf
Wirtschaftsobst Mostobst
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| Baum | treedoc-ID | Bongert | Position | Pflanzjahr | Karte |
|---|---|---|---|---|---|
| R7NrhvZ | Sortenerhaltungskultur Bergheimer Dreieck | E02 | 2023 | Karte |
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Der Wiesenapfel wächst zunächst stark und gilt als frosthart und robust; er ist für kühlere Lagen geeignet und wird bis in Höhenlagen von rund 500 m angebaut. Gegen Schorf besteht eine gewisse Anfälligkeit. Für einen dauerhaft guten Ertrag wird ein regelmäßiger Schnitt empfohlen. Die Sorte wird traditionell im Raum Luxemburg, Eifel und Obermosel als Wirtschaftsobstbaum gehalten.
Die Frucht hat ein weißliches, sehr festes, mittelfeinzelliges Fleisch, das später mürbe wird; geschmacklich ist sie sehr sauer und nur gering aromatisch. Geerntet wird ab Mitte Oktober, genussreif ist die Frucht ab November; im Lager hält sie sich bis Ende April und ist gut transportfähig. Der Wiesenapfel dient als Most-, Wein- und Wirtschaftsapfel; dank hoher Saftausbeute eignet er sich auch sortenrein für die Saft- und Mostgewinnung.
Die mittelgroße Frucht ist in der Form variabel und hochgebaut; der Kelch ist eher klein und variabel, der Stiel oft fleischig verdickt – ähnlich wie bei 'Lohrer Rambur' –, die Kerne sind breit. Die Grundfarbe ist blass gelblich-grün, die Deckfarbe rötlich bis kräftig rot, teils gestreift bis verwaschen-marmoriert. Um 1880 wurde die Sorte auf Schloss Birtringen in Luxemburg aufgefunden und benannt; ursprünglich stammt sie vermutlich aus Belgien. Sie ist eine Lokalsorte der Eifel, der Obermosel und Luxemburgs, wo Mertz und Tonnar sie bereits 1933 zu den anbauwürdigen Obstsorten zählten; sie wird im Standardwerk „Äpfel und Birnen aus Luxemburg“ (Dahlem u. a.) porträtiert und steht u. a. in der Empfehlungsliste „Apfelsorten im Saarland“ (2014) sowie als landestypische Sorte Nordrhein-Westfalens mit zertifizierten Edelreisern im Projekt NRW zur Verfügung. Die Beschreibung beruht auf dem Sortenporträt von Richard Dahlem in „Äpfel und Birnen aus Luxemburg“.
Quellen: Dahlem u. a.: Äpfel und Birnen aus Luxemburg (2014) – Sortenliste (Archivkopie BUND Lemgo) · natur&ëmwelt / Fondation Hëllef fir d'Natur: Äpfel und Birnen aus Luxemburg (Broschüre) · Aendekerk/Bosch u. a.: Äpfel und Birnen aus Luxemburg, 2. Aufl. 2016 – Sortenliste (Archivkopie) · Obstmuttergarten Rheinland (ORG): Landestypische Obstsorten aus dem Projekt NRW · Deutsche Obst- und Gartenbauvereine: Pfälzische Obstbauzeitung 1883–1900 (Archivkopie) · Baumschule Zavelberg: Baumschulkatalog, Brühl ca. 1940 (Archivkopie) · Hessischer Minister für Landwirtschaft, Forsten und Naturschutz: Streuobstbau (Wiesbaden 1987, Archivkopie)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.