obstdoc / Langbroicher Süßapfel
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Langbroicher Süßapfel

Apfel · Malus domestica Archiv qrxnktq2ew ↗ Verlauf

Herkunft
Kreis Heinsberg (früherer Kreis Geilenkirchen), Rheinland
Seit
1919
Gefährdung
nicht mehr leicht erhältlich
Ernte
Anfang Oktober – Mitte Oktober (10A-10C)
Genussreife
Anfang Oktober – Ende Dezember (10A-12E)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Wirtschaftsobst

#Suchliste#gesund

Synonyme: Bröker

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Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Langbroicher Süßapfel wächst mittelstark bis stark und bildet mittelgroße, pyramidale Kronen. Wie die meisten Süßapfelsorten ist er recht gesund und kaum anfällig gegen Schorf, Krebs und Mehltau; schon 1919 beschrieb der Elmpter Lehrer Debiel den gesunden Baum mit großen Blättern, der „gedeih(e) überall“ und dessen Frucht frei von Fusicladium (Schorf) sei. Die Blüte erscheint mittelfrüh im Frühjahr. Nach diesem zeitgenössischen Bericht trug der Baum fast jedes Jahr ungeheure Obstmengen, Missernten waren sehr selten – die Ernte ließ sich in manchen Jahren kaum bewältigen. Wegen seiner Baumgesundheit gilt die Sorte für die Anpflanzung in Streuobstwiesen als gut geeignet.

Das grünlich-gelblich-weiße Fleisch hat geringe Säure und ohne besonderes Aroma, ist mäßig saftig, eher trocken und fest – ein typischer Süßapfel ohne Bedeutung als Tafelobst im heutigen Sinne. Die Früchte werden etwa Anfang bis Mitte Oktober geerntet und können bis etwa Dezember gelagert werden. Die Sorte gehört zu den rheinischen Süßäpfeln, die die Krautfabriken früher aufkauften und zu Apfelkraut verarbeiteten; nach dem Bericht von 1919 wurden zusätzlich große Mengen zu Dörrobst verarbeitet und die Familien damit samt Frischobst ganzjährig versorgt. Mit dem Verschwinden der Apfelkrautfabrikation hat die Sorte ihre Anbaubedeutung weitgehend verloren.

Die Frucht ist groß, breit abgerundet kegelförmig; die grasig-grüne Grundfarbe hellt zur Reife ungleichmäßig auf, wird gelblich-grün bis grünlich-gelb und wirkt teils scheckig. Eine orange-rosa-bräunliche Deckfarbe zeigt sich nur bei voll besonnten Früchten auf höchstens einem Zehntel bis Viertel der Schale; auffallend sind mittelgroße, berostete Schalenpunkte, die zum Teil in Rostfiguren oder -flecken übergehen. Der kurze, mitteldicke Stiel ragt nicht aus der weithin berosteten Stielgrube heraus; die Kelchhöhle ist schmal trichterförmig mit langer Röhre. Die genaue Herkunft ist unbekannt; die Regionalsorte (auch „Bröker“ genannt) war linksrheinisch vor allem im früheren Kreis Geilenkirchen, dem heutigen Kreis Heinsberg, verbreitet und kommt im Streuobst heute allenfalls noch in Langbroich, Gangelt, Buscherheide und Schierwaldenrath vor. Sie gilt als vom Aussterben bedroht und ist im Baumschulhandel seit Jahrzehnten nicht mehr erhältlich. Zur Abgrenzung werden Doppelter Neuhäuser (Bergisches Land) und Jäger Renette als Verwechsler genannt. Die Beschreibung beruht auf dem Sortenporträt von Hans-Joachim Bannier im Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt, das dem LVR-Handbuch „Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – vom Aussterben bedroht!“ (2010) entnommen ist; die historischen Aussagen gehen auf einen Bericht Debiels von 1919 zurück.

Quellen: Langbroicher Süßapfel · LVR-Netzwerk Kulturlandschaft – Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland, neu entdeckt, 2. Aufl. Köln 2017 (Sortenliste) · Langbroicher Süßapfel – Hof Großlöderich – Notizen

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Bröker, Krautapfel. #gesund #Suchliste

In der Literatur

mittelstark bis stark und bildet mittelgroße, pyramidale Kronen. Wie die meisten Süßapfelsorten ist die Sorte recht gesund, kaum anfällig gegen Schorf, Krebs und Mehltau. Verwechsler Doppelter Neuhäuser, Jäger Renette.

Weblinks