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Verlauf: Harberts Renette

Zur Sorte

Fassung 2 · 17.08.2026, 21:02

Stammdaten geändert von obstdoc-suggest (obstdoc-suggest)

Name
Harberts Renette
Herkunft
Arnsberg, Westfalen
Seit
1828
Wüchsigkeit
sehr stark
Wuchsform
aufrecht
Gefährdung
vom Aussterben bedroht
Ernte
09E-10A
Genussreife
10A-01A
Wikidata
Q1584903
Verwendung
Tafelobst, Wirtschaftsobst
Schlagwörter
#langlebig #stammbildner #starkwüchsig #streuobstsorte-des-jahres #unterlage #vital
Namen
Harberts Renette (kanonisch)
Harbers Ramburrenette (synonym)
Harbert's Reinette (synonym)
Harbert's Reinettenartiger Rambour (synonym)
Harberts Renettenartiger Rambur (synonym)
Weblinks
https://bergischer-streuobstwiesenverein.de/harberts-renette/
https://obstsortenerhalt.de/index.php/node/9920
https://de.wikipedia.org/wiki/Harberts_Renette
http://www.obstsortendatenbank.de/harberts_renette.htm
https://www.gartenbauvereine.de/saarland_rheinland-pfalz/streuobst/obstwiesen/streuobstsorten-des-jahres/item/harberts-renette
Notiz
[Harberts Renette auf obstdoc](https://obstdoc.foxel.org/sorte/tn20b9t1h8/) Kann wohl auch als #stammbildner dienen. #starkwüchsig #langlebig #vital #unterlage War Streuobst Sorte des Jahres NRW 2015. #streuobstsorte-des-jahres .
In der Literatur
> Pflückreif sind die Äpfel Mitte Oktober. Sie sollten nicht zu früh geerntet werden, dann halten sich die Früchte bis ins Frühjahr. Bis zur Pflückreife sind die Früchte windfest, dann starker Fruchtfall. > Harberts Renette ist ein ausgezeichneter Apfel für den Frischverzehr, geeignet für Dörrobst, Saft, Mus und zum Backen. > Leider haben sich Bäume aus Neupflanzungen in vielen Fällen als Fehllieferung heraus gestellt, daher gibt es kaum junge Bäume die die nächste Generation dieser Sorte bilden könnten > Heute eher selten zu finden, war die Harberts Renette vor 140 Jahren in Westfalen sehr verbreitet. Die Sorte wurde wahrscheinlich im Kreis Soest in Westfalen gefunden. 1828 beschrieb sie der Pomologen Adrian Diel (1756 – 1839) erstmals als Harbert´s Reinettenartiger Rambur. Er hatte den Apfel von dem Landpfennigmeister Carl Herbert (1771 -1832) aus den sauerländischen Arnsberg erhalten. Der Deutsche Pomologenverein empfahl die Haberts Renette 1857 zur Anpflanzung. > Harberts Renette gehört zu den am stärksten wachsenden Sorten und kann sehr alt werden. Sie bildet große, hoch- und breitrunde Kronen mit ausladenden, später hängenden Ästen. Der Baum muss kaum verjüngt werden, da die Triebkraft bis ins Alter anhält. Harberts Renette ist sehr gesund und robust. Sie bevorzugt schwere mineralische Böden. Bei hohem Grundwasserstand ist das Holz frostempfindlich. Auf besonders leichten Sandböden neigen die Früchte zu Stippe, die oft erst im Lager auftritt.  Die Sorte ist von den Höhenlagen bis in die Küstenregion anbaufähig. Die Blüte  ist mittelspät und lang andauernd, dadurch wenig forstanfällig. Haberts Renette beginnt  spät zu tragen, dann jedoch ein hoher, an geeigneten Standorten meist jährlicher Ertrag. > Die Frucht ist mittelgroß bis sehr groß, regelmäßig flachkugelig, zum Kelch hin verjüngt. Über die Seiten laufen flache, breite Kanten. Die Fruchtschale ist glatt, mit grünlich gelber, später goldgelber Grundfarbe. Sonnenseitig, besonders zum Stiel hin gestreift oder verwaschen rötlich. Zahlreiche, deutliche bräunliche Schalenpunkte. Das Fruchtfleisch ist gelblichweiß, feinzellig, saftig, von erfrischend weinigem Geschmack. Pflückreif sind die Äpfel Mitte Oktober. Sie sollten nicht zu früh geerntet werden, dann halten sich die Früchte bis ins Frühjahr. Bis zur Pflückreife sind die Früchte windfest, dann starker Fruchtfall. > Harberts Renette ist ein ausgezeichneter Apfel für den Frischverzehr, geeignet für Dörrobst, Saft, Mus und zum Backen. > Die beste Wuchsform ist der Hochstamm. Für alle kleineren Formen ist die Sorte infolge des starken Wuchses nicht zu empfehlen. Da die Haberts Renette durch die Ausbildung ihrer großen Krone sehr viel Raum einnimmt, ist sie für kleinere Gärten ungeeignet. Auf den Streuobstwiesen des Münsterlandes ist dieser ertragreiche Baum ein Gewinn, von dem auch die folgenden Generationen noch hervorragende Äpfel ernten können. (Karin Rietman)

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